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Koordinierungsstelle zur Verbesserung der Versorgungssituation von älteren Menschen mit Suchtproblemen

Projekte

Ein bereichsübergreifendes gerontopsychiatrisches Projekt zwischen Alten– und Suchthilfe in Mittelfranken

 

 

Ausgangslage in Stichpunkten

  • Sucht ist ein Tabuthema im Allgemeinen und insbesondere im höheren Lebensalter
  • Patienten mit einer Suchterkrankung werden insbesondere in der medizinischen somatischen Versorgung wahrgenommen. Sucht ist hier zumeist die Nebendiagnose im Rahmen der Behandlung. Die Überleitung in das Suchthilfesystem ist gering.
  • Sucht- und Altenhilfe und auch das Gesundheitssystem sind jeweils in besonderem Maße gefordert, dieser Zielgruppe gerecht zu werden.

Es ist von einer deutlichen Zunahme von Abhängigkeitserkrankungen im Alter auszugehen. Zur Verbesserung der Versorgung für Betroffene und zur Unterstützung der Versorgungsanbieter in ihren Angeboten und Maßnahmen wurde die Koordinierungsstelle zur Verbesserung der Versorgungssituation von älteren Menschen mit Suchtproblemen initiiert.

Ziele dieser Koordinierungsstelle

  • Strukturierte Bestandsaufnahme und die Darstellung der Versorgungsangebote für ältere Suchtkranke in Mittelfranken
  • Die Identifizierung von Versorgungsdefiziten
  • Die Förderung der Vernetzung zwischen den Hilfebereichen (Suchthilfe, Altenhilfe und Gesundheitswesen)
  • Verbesserung der Übergänge zwischen der medizinischen Versorgung und der Suchthilfe und Förderung der Mobilität
  • Öffentlichkeitsarbeit und Enttabuisierung
  • Bei Bedarf Unterstützung und Begleitung innovativer Maßnahmen und Angebote der Versorgungsanbieter

Zielgruppe und Adressaten

Betroffene ältere Menschen (über 40 Jahre alt) mit riskantem Substanzkonsum oder einer Abhängigkeitserkrankung sowie deren Angehörige bzw. Nahestehende bilden die Zielgruppe, deren Lebenssituation es zu verbessern gilt. Für die Koordinierungsstelle ist dies nur die mittelbare Zielgruppe.       
Als primäre Zielgruppe für die Koordinierungsstelle zählen Fachpersonen, die mit der Versorgung älterer Menschen mit riskantem Substanzkonsum oder einer Abhängigkeitserkrankung betraut sind. Zu den Fachpersonen zählen Vertreter folgender Bereiche: Beschäftigte des Gesundheitssektors (z.B. Pflege, niedergelassene Haus- und Fachärzte), Beschäftigte der Sucht- und Altenhilfe, Soziale Beratungs- und Unterstützungsanbieter (Sozialsystem), Ehrenamtliche Mitarbeitende der Sucht- und Altenhilfe und des Gesundheitswesens, Fachgremien, politische Entscheidungsträger.

Laufzeit: 01.10.2019 bis 31.09.2022